Bodenbemalung Landesturnfest Konstanz

Urban Art Projekt Péloton mit der Gemeinschaftsschule Gebhard

Kunde: Gemeinschaftsschule Gebhard

 

 

500 Quadratmeter Farbe, Bewegung und Beteiligung im Konstanzer Hafen

Anlässlich des Landesturnfestes in Konstanz entstand im Hafen eine großflächige Bodenbemalung, die nicht nur gestaltet, sondern gemeinsam entwickelt wurde: mit rund 120 Jugendlichen der Jahrgangsstufe 9 der Gemeinschaftsschule Gebhard, der Schulleitung Charlotte Dreßen, der Neumayer Stiftung, der Stadt Konstanz und Homebase. Das Projekt „Peleton“ zeigt, was passieren kann, wenn Schule, Kulturförderung und professionelle Gestaltung frühzeitig zusammenkommen: Aus einer Projektidee wird ein sichtbares Zeichen im öffentlichen Raum. Aus einer Schulwoche wird ein gemeinsamer Kraftakt. Und aus Zeichnungen von Jugendlichen wird eine Gestaltung von fast 500 Quadratmetern Fläche und rund 130 Metern Länge.

 

Kulturwoche statt Klassenzimmer

Die Förderung durch die Neumayer Stiftung machte es möglich, eine ganze Jahrgangsstufe für eine Woche aus dem regulären Unterricht herauszulösen und mit Kulturarbeit in Berührung zu bringen. Rund 120 Schüler:innen der Klassenstufe 9 arbeiteten in verschiedenen Teams: Pressearbeit, Verpflegung, Logistik und Bodenbemalung. Homebase begleitete das Kunstteam mit etwa 60 Jugendlichen. Unsere Aufgabe war es, gemeinsam mit den Schüler:innen eine gestalterische Grundlage zu entwickeln und diese anschließend im Konstanzer Hafen auf die Fläche zu bringen.

 

Vom Turnhallenboden zur Hafenpromenade

Die erste Projektphase fand in der Turnhalle statt. Dort begannen wir mit einem Zeichenworkshop: Jede:r Teilnehmer:in suchte sich einen Gegenstand aus der Halle und zeichnete ihn ab. Ausgehend von diesen ersten A4-Zeichnungen wurden die Motive in mehreren Schritten vergrößert, vereinfacht und auf ihre wesentlichen Formen reduziert. Parallel dazu entstand eine zweite Motivlinie: sportliche Silhouetten, die zunächst mit einem Schattentheater fotografiert und anschließend zeichnerisch übertragen wurden.

So entstand ein umfangreicher Bilderfundus aus Objekten, Bewegungen und Perspektiven der Schüler:innen.

Der Entwurf: professionell gestaltet, gemeinsam entwickelt

Auf Grundlage der Workshop-Ergebnisse entwickelte Homebase den Gesamtentwurf für die Bodenbemalung. Das Design nimmt in seiner Linienführung Bezug auf Sportfelder und Markierungen, wie man sie aus Turnhallen kennt. Es ist flächig, farbenfroh und dynamisch – und integriert eine Auswahl der Motive, die im Workshop mit den Jugendlichen entstanden sind.

Für uns ist genau das der Kern guter Partizipationsprojekte: Teilhabe darf nicht nur symbolisch stattfinden. Die Ideen, Zeichnungen und Blickwinkel der Teilnehmenden müssen sichtbar in die Gestaltung einfließen. Gleichzeitig braucht ein Projekt dieser Dimension Erfahrung, Planung und gestalterische Verantwortung, damit aus vielen Einzelbeiträgen ein starkes Gesamtbild entsteht.

 

Die Umsetzung im Hafen

Damit der Entwurf in der richtigen Größe auf die Fläche übertragen werden konnte, bereitete Homebase die Bodenbemalung zunächst als Outline vor. Auf dem von der Stadt Konstanz zur Verfügung gestellten Straßenstück arbeiteten wir mit analogen und digitalen Hilfsmitteln: selbst gebauten Riesenwinkeln, Zirkeln, Schablonen und einer VR-Brille, mit der sich Motive virtuell skalieren und auf die Fläche projizieren ließen.

Nach dem Übertrag begann die gemeinsame Ausmalphase. Die 60 Schüler:innen des Kunstteams arbeiteten im Schichtbetrieb – jeweils rund 30 Jugendliche gleichzeitig auf der Fläche. Trotz Regentagen, an denen nicht gemalt werden konnte, gelang es, das Bild innerhalb der Projektwoche fertigzustellen.

Besonders beeindruckend war, wie sehr die Jugendlichen das Projekt zu ihrem eigenen Anliegen gemacht haben. Aus „wir malen da etwas aus“ wurde sehr schnell: „Das ist unser Bild.“ Genau diese Identifikation ist es, die solche Projekte möglich macht.

Ein großer Dank geht auch an die Teams Verpflegung und Logistik. Durch ihre Unterstützung konnten wir uns während der Umsetzung voll auf die Malerarbeiten konzentrieren.

 

Warum solche Projekte mehr sind als Gestaltung

Großflächige Urban-Art-Projekte mit Schulen sind für uns keine reinen Verschönerungsmaßnahmen. Sie schaffen Räume für Beteiligung, Verantwortung und Selbstwirksamkeit. Jugendliche erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden und im öffentlichen Raum sichtbar werden können.

Gleichzeitig entstehen Projekte, die eine Stadt verändern: farbiger, lebendiger und persönlicher. Eine Bodenbemalung wie „Peleton“ ist Referenz, Begegnungsort und Gemeinschaftswerk zugleich.

 

Finanzierung und Förderung

Eine Gestaltung in dieser Dimension braucht ein tragfähiges Budget. Ohne Stiftungen, Förderprogramme oder engagierte Schulfördervereine sind Projekte dieser Größe meist nicht umsetzbar.

Unsere Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Es ist hilfreich, wenn Schulen sich frühzeitig mit uns zusammentun. Gemeinsam können Projektideen geschärft, realistische Abläufe geplant und Förderanträge vorbereitet werden. Als Agentur bringen wir Referenzen, Erfahrung und ein belastbares Konzept ein – das schafft Vertrauen bei Förderpartnern und erhöht die Chance, dass aus einer Idee ein realisierbares Projekt wird.

Schulen, Stiftungen oder Institutionen, die eine ähnliche Idee entwickeln möchten, können sich gerne bei uns melden.

 

Interesse an einem Urban-Art-Projekt mit Ihrer Schule?

Ob Schulhof, Unterführung, Fassade oder Bodenfläche: Wir entwickeln gemeinsam mit Schulen, Jugendlichen und Förderpartnern Beteiligungsprojekte im öffentlichen Raum – professionell geplant, partizipativ umgesetzt und sichtbar für viele.

Kontaktieren Sie uns gerne mit Ihrer Idee.
Wir beraten bei Konzept, Ablauf, Gestaltung und Förderantrag.

 

 

Berichterstattung SWR

Am Hafen in Konstanz ist ein Hingucker entstanden: Schülerinnen und Schüler haben einen Bilder-Streifen gestaltet. Hunderte Helferinnen und Helfer sind unterwegs.
-> Hingucker am Hafen ...

 

 

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